Hausfrauenkredit online: günstige Kleinkredite für Geringverdiener

Junges Ehepaar am Computer beantragt gemeinsam Hausfrauenkredit

Hausfrauenkredit – genau genommen gibt es diese Kreditform heute nicht mehr. Der Begriff stammt aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland.

Was geblieben ist, das ist ein Suchbegriff, unter denen Finanzdienstleister Kredite, meistens Kleinkredite, für geringer verdienende Einzelpersonen oder Familien anbieten.

In den fünfziger sechziger und auch noch in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts war die konservative Rollenverteilung noch weit verbreitet.

Die Ehefrauen versorgten den Haushalt. Später, als es wirtschaftlich aufwärts ging, waren viele Frauen noch zusätzlich berufstätig. Sie übten die Berufstätigkeit meist stundenweise oder halbtags aus.

Hauptverdiener war der Ehemann. Sehr selten gab es den umgekehrten Fall oder den Fall, dass beide Ehepartner in etwa gleich verdienten.

Vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund hat sich der Begriff Hausfrauenkredit entwickelt.

Die Geschichte des Hausfrauenkredits

Unter Hausfrauenkredit wurde nicht etwa ein Darlehen verstanden, mit dem Einrichtungsgegenstände oder Haushaltsgegenstände finanziert werden sollte.

Es handelte sich auch nicht um einen Kredit zur Finanzierung von Wünschen wie Kleidung, Schuhe oder Küchengeräte, von denen man glaubte, dass sie typisch für Hausfrauen seien.

Der Hausfrauenkredite war vielmehr ein Allzweckdarlehen, welches nicht nur von Hausfrauen, sondern auch von allen anderen Personengruppen beantragt werden konnte, die über kein oder nur geringes eigenes Einkommen verfügten.

Neben dem nicht oder nur gering verdienenden Ehepartner (theoretisch konnten das natürlich auch Hausmänner sein) konnten Hausfrauenkredite beispielsweise von volljährigen Kindern in der Ausbildung und Studenten beantragt werden.

Und das ging so:

Die betreffende Person füllte einen Kreditantrag bei einer Filialbank, am besten bei der Hausbank, aus. Bestand dort ein Konto, war das ein Pluspunkt.

In den Kreditantrag wurde die Steuerklasse des Hauptverdieners, regelmäßig der Ehemann, eingetragen.

Konnte die Bank von der Steuerklasse auf ein ausreichend hohes Einkommen schließen, war das genug, um das Kreditausfallrisiko abzusichern.

Die Bank vertraute in diesem Fall darauf, dass die Verpflichtungen aus dem Darlehen erfüllt würden und vergab das Darlehen.

Ein solches Kreditvergabeverfahren wäre heute unzulässig. Jede Bank ist verpflichtet, die Bonität des Kreditkunden genau zu prüfen, bevor ein Darlehen ausgegeben wird.

Mit einer Auskunft bei einer Wirtschaftsauskunftei (zum Beispiel bei der SCHUFA) werden die Zuverlässigkeit des Kreditkunden und die Rückzahlungswahrscheinlichkeit eingeschätzt.

Die Angaben im Kreditantrag dienen der Feststellung persönlicher Verhältnisse (alleinstehend, verheiratet, Kinder, Mietwohnung oder Eigentum?) und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Einkünfte abzüglich Verbindlichkeiten).

Aus beiden Prüfungselementen ermittelt die Bank einen hauseigenen Bankenscore, der seinen Niederschlag in den Vergaberichtlinien findet.

Heutzutage ist es also schon aus rechtlichen Gründen nicht möglich, dass sich ein Kreditantragsteller auf die Bonität einer dritten Person beruft, die gar nicht Vertragspartner geworden ist.

An Personen ohne Einkommen allein, an Hausmänner oder Hausfrauen also, werden keine Kredite vergeben.

Was bedeutet Hausfrauenkredit heute?

Unter der Werbung für Hausfrauenkredite werden gegenwärtig meistens zwei Kredittypen angeboten:

Kleinkredite für Personen, die in einem Haushalt leben und nur über wenig aber doch noch ausreichendes Einkommen verfügen.

Kurzzeitkredite von Spezialanbietern, die nur über einige 100 Euro und nur mit Laufzeiten von ein bis zwei Monaten vergeben werden.

Beide Kreditformen setzen Einkünfte voraus.

Dabei muss es sich nicht unbedingt um reguläres Gehaltseinkommen oder um Einkommen aus selbstständiger bzw. gewerblicher Tätigkeit handeln.

Aber ein Kredit für Hausfrauen oder Hausmänner ohne jegliches Einkommen ist ein Märchen.

Kurzzeitkredite bei geringem Einkommen

Bei Kurzzeitkrediten und Minikrediten sind einige Besonderheiten wichtig.

Vor allem Erstantragsteller erhalten nur sehr geringe Kreditbeträge, meistens nur wenige 100 Euro. Die Laufzeiten sind sehr kurz. Sie betragen häufig nur ein bis zwei Monate.

Der Kreditbetrag muss am Ende der kurzen Laufzeit in einer Summe zurückgeführt werden.

Die Zinsen erscheinen recht normal. Sie liegen am oberen Rand der für normale Ratenkredite aufzuwendenden effektiven Jahreszinsen.

Wer aber Zusatzleistungen wünscht, der bezahlt unverhältnismäßig viel. Zusatzleistungen können aus Expressfunktionen, Einräumung von Ratenzahlungen, Laufzeitverlängerungen und Bonitätszertifikaten bestehen.

Die Anbieter von Minikrediten erwarten den Nachweis von Einkünften oder den Abschluss teurer Kreditausfallbürgschaften.

Allerdings werden an die Einkünfte keine allzu hohen Anforderungen gestellt. In der Regel liegt das Mindesteinkommen bei etwa 600 Euro monatlich. Zudem muss es nicht unbedingt aus einer regelmäßigen Beschäftigung stammen.

Gering verdienende Hausmänner oder Hausfrauen und auch Studenten oder Auszubildende, die alle sonstigen Voraussetzungen (zum Beispiel Volljährigkeit, Konto und Wohnsitz in Deutschland) erfüllen, haben also eine Kreditchance.

Alle Einzelheiten nebst Kreditvergleich und auch die Risiken bei Kurzzeitkrediten haben wir in einem gesonderten Beitrag dargestellt.

Kleinkredite für Hausfrauen, Hausmänner und Geringverdiener

Banken sind zur Kreditvergabe bereit, wenn nach Abzug der Haushaltskosten und unter Berücksichtigung der Pfändungsfreigrenzen genügend freies Einkommen vorhanden ist, um die Kreditraten schultern zu können.

Hausfrauen, Hausmänner oder andere Personen ohne Einkommen oder nur mit Einkommen innerhalb der Pfändungsfreigrenzen erhalten selbst keinen Bankkredit.

Sie benötigen einen Mitunterzeichner, der alle Bonitätsvoraussetzungen erfüllen muss.

Häufig ist in diesem Zusammenhang von einem Bürgen die Rede. Bürgschaften sind aber bei Darlehen für Privatpersonen unüblich.

Im Allgemeinen besteht die Bank darauf, dass der Mitunterzeichner zusammen mit dem Hauptunterzeichner Kreditnehmer wird, sodass bei Leistungsstörungen ohne Zeitverlust auf beide unmittelbar zugegriffen werden kann.

Geringer verdienende Ehepaare, an die sich die Angebote für Hausfrauenkredite heutzutage in erster Linie richten, müssen also immer gemeinsam unterzeichnen.

Die Höhe des möglichen Kleinkredits richtet sich dann in erster Linie nach der individuellen Bonität beider Partner und dem gemeinsamen Einkommen.

Angebote für sogenannte Hausfrauenkredite

Mit dem smava Kreditvergleich können Kleinkredite kostenlos und unverbindlich verglichen werden. Gegenwärtig sind Kredite ab 500 Euro (Angebot der Santanderbank) möglich. Die Mindestlaufzeit beträgt zwölf Monate.

Die meisten am Vergleich teilnehmenden Banken bieten ihren Kunden Unterlagen Upload und Videoident an. Dadurch wird die Auszahlung kleiner Kreditbeträge beschleunigt.

Smava vermittelt nicht nur Bankkredite, sondern darüber hinaus P2P Kredite. Unter anderem nimmt auxmoney am Kreditvergleich teil.

Auxmoney gilt als Marktführer. Nach Auskunft des Finanzdienstleisters können auch Studenten oder Personen in Elternzeit Kreditprojekte auf dem Portal des Finanzdienstleisters einstellen, die über kein regelmäßiges Einkommen aus abhängiger oder selbstständiger Beschäftigung verfügen.

Da

auxmoney

Kunden mit unterdurchschnittlicher Bonität akzeptiert, ist der beworbene Zinsrahmen beeindruckend. Er bewegt sich von einem effektiven Mindestzinssatz in Höhe von 3,20 % bis zu einem effektiven Höchstzinssatz von 19,90 %.

Eine weitere Empfehlung ist der

Kreditvermittler Creditolo.

 

Der Finanzdienstleister unterbreitet seinen Kunden Kreditangebote kostenlos und unverbindlich.

Im Grundsatz arbeitet Creditolo nicht anders als Kreditvergleiche. Der Unterschied besteht in der Art der Datenverarbeitung.

Creditolo kann dank manueller Überprüfung eines jeden Kreditantrages eher auf die besonderen Bedürfnisse der Kunden eingehen. Zudem vermittelt der Finanzdienstleister auch Kurzzeitkredite.

Bei Kleinkrediten ist die Wahl der Laufzeit einer besonderen Erwähnung wert.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sollte die Laufzeit so kurz wie möglich sein. Kurze Laufzeiten bedeuten Zinsersparnis.

Andererseits muss die Laufzeit so gewählt werden, dass die Raten bequem bezahlt werden können.

Allerdings vergeben Banken an geringer verdienende Kunden ungern Darlehen mit überlangen Laufzeiten. Denn mit zunehmender Laufzeit erhöht sich für Banken das statistische Kreditausfallrisiko.

Am besten ist es, wenn die Laufzeit in etwa der voraussichtlichen Nutzungsdauer des zu finanzierenden Gegenstandes entspricht.

Hausfrauenkredit ohne SCHUFA

Schufafreie Kredite sind Kleinkredite über 3.500 Euro, 5.000 Euro oder 7.500 Euro. Bei Zinsen um die 11 % werden die Darlehen in 40 gleichen Monatsraten zurückgezahlt.

Die Liechtensteiner Sigma Bank ist der einzige Anbieter in Deutschland. Kredite ohne SCHUFA können direkt bei der Bank oder mithilfe von Kreditvermittlern wie Creditolo beantragt werden.

Das Problem ist nur, Kredite ohne SCHUFA sind nicht das, was gegenwärtig unter Hausfrauenkredite verstanden wird.

Vorausgesetzt wird nämlich ein relativ hohes, wenigstens aber durchschnittliches Einkommen aus einer nicht selbstständigen Tätigkeit. Ein Mitantragsteller wird nicht akzeptiert.

Nähere Informationen zu schufafreien Krediten sind in einem gesonderten Beitrag zusammengestellt.